Erich Mair

Mehr als 200.000 Euro für soziale Zwecke gesammelt

Erich Mair, Alt-Bürgermeister der Marktgemeinde Nußdorf-Debant, Ex-Touristiker, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für klassische Malerei, bereitet die nächste Charityaktion vor. „Harpfe“-Mitarbeiter Günther Hatz erzählt er von seinem nächsten großen Vorhaben.


Harpfe: Herr Dipl.-Vw. Mair, Sie gelten als Rastloser in der Kunstszene. Was ist Ihr nächster Streich?
MAIR: Vom 31. Jänner 2019 bis 25. April 2019 werden in der Dolomitenbank-Galerie in Lienz ausgesuchte Werke des genialen Tiermalers Ludwig Heinrich Jungnickel (1881 – 1965) zu sehen sein. Diese einzigartigen Meisterwerke des laut „Albertina“ größten Tierdarstellers unseres Jahrhunderts in Zeichnung und Graphik werden im wahrsten Sinne des Wortes einen tierischen Genuss vermitteln.

Ihr Engagement in der Kunst hat stets auch einen sozialen Aspekt. Was steckt diesmal hinter diesem Vorhaben?
MAIR: Verknüpft mit dieser Kunstsensation sind 100 künstlerische Jungnickel-Tiergraphiken, wie Originalzeichnungen, Farblithographien, Radierungen und Holzschnitte im Gesamtwert von weit über 50.000 Euro. Diese Exponate kann man zum Lospreis von fünf Euro bei drei Ziehungen unter notarieller Aufsicht gewinnen!

Wie sind die Ziehungen aufgebaut?
MAIR: In drei Etappen. Die erste Ziehung ist schon am 26. Juli 2018. Da wechseln 40 Exponate den Besitzer. Die zweite Ziehung mit 35 Werken erfolgt am 20. Dezember 2018. Die Schlussziehung geht am 25. April 2019 über die Bühne. Da werden die restlichen 25 Exponate vergeben. Was einen Loserwerb auch attraktiv macht: die Losnummern der 1. und 2. Ziehung behalten für die zweite beziehungsweise Schlussverlosung stets ihre Gültigkeit.

Dann gibt es also gleich mehrere Gewinnchancen?
MAIR: Ja! Und die Gesamteinnahmen aus den Losverkäufen gehen ohne Abzug zu 100 Prozent an den Osttiroler Tierschutzverein. Lose kann man ab sofort unter der Telefon-Nummer 0699-12871071 anfordern!

Was motiviert Sie immer wieder, sich für soziale Projekte zu engagieren?

MAIR: Schon seit nahezu 50 Jahren habe ich einen Teil meines Lebens zu einem Kunstwerk gemacht. Ich betrachte meine private Gemäldesammlung als lediglich geliehen und ich war bei meinen Ausstellungen in den letzten Jahrzehnten immer bereit, davon etwas abzugeben und zu teilen. Meine bisherigen neun Charityausstellungen bewirkten, dass ich der Kinderkrebshilfe, dem Tierschutz und den Aktionen „Kärntner in Not“ der Kleinen Zeitung über 200.000 Euro zur Verfügung stellen konnte. Zuletzt erhielten die Selbsthilfegruppen Osttirol einen Betrag in Höhe von 26.135 Euro.


Bilder des Malers Albin Egger-Lienz sind wieder in aller Munde. Wie stehen Sie zu seinen Werken?
MAIR: Albin Egger-Lienz zählt neben Oskar Kokoschka zu den bedeutendsten Vertretern des österreichischen Expressionismus. Ich hatte Glück, dies bereits vor 50 Jahren erkannt zu haben.

Sollte sich die öffentliche Hand wie die Stadt Lienz dafür interessieren?
MAIR: Diese Entscheidung muss die Lienzer Stadtführung treffen, die erfreulicherweise in den letzten Jahren auch kleinere Egger-Ankäufe tätigte.

Sie waren auch politisch sowie in der Tourismusbranche ein profunder Kenner. Aus der Distanz gesehen, wie ist Ihr Bezug zu diesen Einrichtungen heute?

MAIR: Ich habe seinerzeit die Weichen für eine Verjüngung der politischen Führung in Nußdorf-Debant gestellt, als Pflichtmitglied zum TVB-Osttirol hätte ich mir eine solche Entwicklung auch nach den heurigen Tourismuswahlen gewünscht!

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