„Linderhütte“ in den Dolomiten verlor ihr Dach

Seit 1884 steht am Spitzkofelgrat in 2.683 Meter Seehöhe die nach ihrem Erbauer benannte „Linderhütte“. Sie ist damit die älteste alpine Schutzhütte in den Lienzer Dolomiten und hat ihr ursprüngliches Erscheinungsbild bis heute erhalten. Die Hütte ist für jeden Bergsteiger frei zugänglich und wird gerne als Übernachtungsplatz genutzt, um am Lienzer Hausberg den Sonnenunter- oder –aufgang zu erleben. Sie steht im Eigentum des Österreichischen Touristenklubs Sektion Lienz und wurde im Jahr 1994 generalsaniert. Wie Mitglieder der Alpenraute am vergangenen Wochenende feststellen mussten, ist das jüngste, verheerende Orkanereignis auch an der „Linderhütte“ nicht spurlos vorübergegangen. Das Dach wurde samt Unterkonstruktion komplett vom Mauerwerk gerissen und offenbar in die nördlich abfallende Wilde Badstube geblasen. Bereits im Jahr 1942 riss ein Sturm das Dach herunter, damals ins südlich gelegene Hallebachtal. Infolge der Kriegswirren und wichtigerer Aufbauarbeiten dauerte es damals übrigens 16 Jahre bis zur Renovierung. Da die Hütte nunmehr ungeschützt dasteht, Wasser und Schnee bereits eingedrungen sind, muss sie bei einer Renovierung komplett entkernt werden. Material, Maschinen und Arbeiter müssen per Hubschrauber transportiert werden, was die Kosten entsprechend erhöht. Die Kosten der Wiederherstellung der Hütte werden mit 20.000 Euro eingeschätzt.

Aufruf
Der ÖTK bittet alle jene, die die „Linderhütte“ schon einmal besucht haben, oder das noch vorhaben, um Unterstützung und eine Spende auf folgendes Konto bei der Lienzer Sparkasse:
IBAN AT18 2050 7000 0000 8433

FOTOS: Chris Falkner, Alpenraute Lienz

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